Linn Folke

Entsandte Arbeitnehmer in Schweden nehmen zu – was bedeutet das für Industrieunternehmen?

30 März 2026

Die Zahl der entsandten Arbeitnehmer in Schweden wird sich fortsetzen. Im Jahr 2025 belief sich die Zahl auf fast 75.000 Personen, so neue Statistiken von Arbetsmiljöverket (schwedische Arbeitsschutzbehörde). Einen großen Teil des Anstiegs teilen die Bau- und Fertigungsindustrie mit vielen parallel laufenden Großprojekten.

Die Entwicklung bedeutet, dass immer mehr Industrieunternehmen die Entsendung im Alltag handhaben müssen – von der Registrierung und Genehmigung bis hin zur Sicherstellung, dass die Anforderungen an Arbeitsschutz, Kompetenz und Verantwortung in den Lieferketten erfüllt werden. In einer von SSG durchgeführten Umfrage geben nur 25 Prozent der Befragten an, dass sie eine sehr gute und konsistente Nachverfolgung/Kontrolle der Mitarbeiter einer Fremdfirma haben, die an der Anlage arbeiten.

– Internationale Arbeitskräfte sind ein natürlicher Bestandteil großer Industrieprojekte, was die Komplexität erhöht. Die Unternehmen wollen die Kontrolle darüber haben, welche Mitarbeiter einer Fremdfirma vor Ort arbeiten, dass die Entsendung korrekt registriert ist und dass alle Mitarbeiter die schwedischen Arbeitsschutzanforderungen erfüllen", sagt Linn Folke, Produktleiterin bei SSG.

Große Industrieprojekte treiben die Entwicklung an

Statistiken zufolge ist die Zahl der Entsendungen in der Fertigungsindustrie im Jahr 2025 um rund 3.000 Personen gestiegen. Gleichzeitig zeigen sich deutliche regionale Veränderungen, die mit großen Investitionen und Industrieprojekten in verschiedenen Teilen des Landes gekoppelt sind.

Mit wachsenden Projekten steigt auch die Notwendigkeit eines strukturierten Auftragnehmermanagements.

– Für die Industrie geht es nicht nur um die Einhaltung der Vorschriften. Es geht auch darum, Transparenz in der gesamten Lieferkette zu schaffen", sagt Linn Folke.

Registrierung und regulatorische Ersteller stellen neue Anforderungen

Entsandte Arbeitnehmer müssen unter anderem im Entsendungsregister der schwedischen Arbeitsschutzbehörde registriert werden, bevor mit der Arbeit in Schweden angefangen wird. Der Zweck ist, dass die Behörden die Einhaltung der Arbeitsbedingungen und -vorschriften kontrollieren müssen. Für Industrieunternehmen bedeutet dies oft eine umfangreiche Verwaltungsarbeit mit vielen beteiligten Mitarbeitern, insbesondere bei Projekten, bei denen viele internationale Mitarbeiter einer Fremdfirma gleichzeitig arbeiten.

Das Problem teilen Mitarbeiter einer Fremdfirma, die von Anfang an das Richtige tun müssen. Sie erfüllen neue Vorschriften, Verfahren und mehrere Behörden gleichzeitig, sodass selbst seriöse Akteure aufgrund der Komplexität das Risiko laufen, Fehler zu tun.

Entsendung – eine wachsende Frage für die Industrie

In unserer Umfrage antworteten die Befragten, dass gerade die Verwaltung und Kontrolle der Dokumentation im Zusammenhang mit Wartungsstopps und größeren Projekten am zeitaufwendigsten ist.

– Durch gemeinsame Arbeitsweisen und digitale Lösungen können wir bei SSG dazu beitragen, es der Industrie einfacher und effizienter zu machen, Entsendungen zu hantieren und gleichzeitig die Anforderungen an die Arbeit in Schweden zu erfüllen. Hier wird derzeit viel Verwaltungsarbeit in den Branchen erledigt, die wir vereinfachen können", sagt Linn Folke.